Premiere bei der EMX 250

Eine Premiere stand ins Haus, unser Eberswalder Talent

wollte sich zum ersten Mal mit seinen Kontrahenten in der Europameisterschaft EMX 250 messen. So ging es nach Oss in Nordbrabant, wo am vergangenen Wochenende der MX GP of The Netherlands ausgetragen wurde. Die Fahrer der Europameisterschaft eröffneten am Samstag den Reigen und die ganze Sache war nicht ganz ohne. Wie auch, es geht hier um EM und WM Punkte . Zudem waren die Wetterbedingungen nicht die allerbesten, es regnete auch in dieser Region in den Tagen zuvor recht heftig. Eigentlich genau Peters Wetter, dazu der tiefe Sandboden, also waren alle zuversichtlich. Nachdem sich schon Anmeldung und technische Abnahme als einigermaßen chaotisch gestalteten, ließ auch die Zuordnung der Zeittrainigsgruppen am Samstag nicht gerade pure Freude aufkommen. Von den insgesamt 82 Startern waren die gefühlt besten 20 in Peters Gruppe. Im freien Training hieß es, die Strecke kennenlernen und vor allen Dingen das Selbstbewußtsein stärken.

Denn wie mir Peter berichtete, war er doch tüchtig aufgeregt. Sein Gastauftritt im vorigen Jahr bei der WM MX2 in Lommel beispielsweise bereitete ihm weit weniger Pulsschlag. Dort war er der absolute Underdog, hatte überhaupt nichts zu verlieren,  jetzt aber wollte er sich und allen doch schon beweisen, dass er auf dem richtigen Weg ist, sich sein Training mit Hannes Volber und im Förderkader Berlin/Brandenburg unter den Fittichen von Christian Brockel auszahlt. Also ging er konzentriert und mit dem festen Willen, die Quali zu schaffen, ans Werk. Im Eifer der Defechts aber machte Peter doch ein paar kleine Fehler in seiner Taktik. In den zur Verfügung stehenden 25 Minuten versuchte er Runde für Runde seine Zeit zu verbessern, gönnte sich keine Verschnaufpause und so reichte es am Ende dann leider doch nicht. Mit sage und schreibe 0,93 sek zum rettenden 20. Platz verpasste er die Qualifikation denkbar knapp auf P22. Schade, zumal er die zweitbeste Zeit aller deutschen Teilnehmer fuhr, und ärgerlicher Weise damit in der anderen Qualigruppe einen sicheren 14. Platz belegt hätte. Aber ja, das ist halt Moto-Cross. Peter nimmt neben dem sicherlich verständlichen Ärger aber auch die Erkenntnis mit nach Hause, dass er körperlich und technisch mit den europäischen Spitzenfahren durchaus mithalten kann.

Er wird in den nächsten Wochen weiter hart trainieren und ganz bewußt an seiner Taktik und mentalen Stärke arbeiten. Wie es sich auszahlen wird, kann er schon am ersten Augustwochenende beweisen. Es geht es zum nächsten Aufeinandertreffen in der EMX 250 nach Lommel. Der belgische Tiefsandkurs ist Peter noch in guter Erinnerung und da wird er zeigen, wie es geht.
Er bedankt sich wie immer bei allen Förderern und Unterstützern und wird mit Leistung zurückzahlen, da bin ich mir sicher.
bis dahin also, seid wie immer herzlich gegrüßt von Winny aus Berlin

PS: da ich leider nicht vor Ort sein konnte, heute ausnahmsweise Fotos aus der Retorte;
  vielleicht ein gutes Omen, denn sie sind vom WM Lauf in Lommel im vorigen Herbst