Hallo zusammen, was für ein cooles Wochenende liegt hinter uns. Rund drei der Masters Serie fand diese Mal in Frankreich statt,

genauer gesagt in Bitche in der Region Lothringen unweit von Saarbrücken. Der dortige "Circuit du Martinsthal " ist eine an einem Hang gelegene Naturstrecke mit etlichen steilen Auf- und Abfahrten und einem roten, sandigen Untergrund, der es in sich hat. Der Regen in der Woche davor und in den Nächten tat sein Übriges, es war anspruchsvoll. Peter kannte die Strecke ja aus dem Vorjahr, kam da gut zurecht und so sollte es auch heuer werden. Unser Eberswalder MSG Eigengewächs fand schnell seinen Flow, war schon im freien Training Vierter und auch im Qualifying behauptete er diese Position in seiner Gruppe. Also ging es am Samstagnachmittag als 8. an die Startanlage. Ein paar letzte Absprachen mit seinem Mechaniker Daniel und ab ging die Post. Mit einem Hammerstart bog Peter als VIERTER in die erste Kurve und uns allen stockte der Atem. Wow, habe ich so auch noch nicht so oft von ihm gesehen. Zwar kosteten ein paar kleine Fehler in der ersten Runde ein paar Plätze, aber dann packte Peter den Brandenburger Sandhammer aus!!! Mit einem tollen Rhythmus, super Spurenwahl und dem gewissen Quäntchen Risiko war es eine Augenweide ihm zuzusehen.

Selbst gestandene WM erfahrene Piloten mußten Peter ziehen lassen. Für uns Außenstehende war es Gänsehaut pur. Platz 5 beim Zieleinlauf war sensationell und Peters persönliche Bestleistung in dieser großen Klasse. Mit ordentlich Selbstbewustsein ging es dann Sonntag in Lauf 2 und 3. Wieder ein top Start, die orangene GST KTM war in der ersten Kurve 6, aber dann das Debakel: Crash in Kurve zwei. Mit defekter Brille und als 40. und letzter rappelte sich Peter auf, holte in der Box eine neue Brille und machte sich mit gehörig Wut im Bauch auf die Verfolgung. Und diese Aufholjagt war von aller erster Güte. Da machte er seinem Spitznamen alle Ehre. Ein ums andere Mal mußten Peters Vorderleute seine Überlegenheit akzeptieren. Mit Konsequenz, aber auch ganz überlegt ging es Position für Position nach vorn. Als 16. kam das schwarz-weiße Tuch, Peter war zwar sichtlich gefrustet, aber sein Rennen war sehenswert. Also Lauf drei. Wieder ein solider Start, Peter auf P 10 und abermals auf dem Weg nach vorn! Sand fahren kann er ja. :-) In Runde 8 schon auf Platz 8 liegend traf dummerweise ein großer Stein seine Brille.

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Das Rool-Off wickelte sich komplett ab, die Sicht von da a n eingeschränkt. So ein Pech :-( Und auch der Rhythmus war dahin. Shit. Zwar kämpfte Peter verbissen, mobilisierte die letzten Kräfte, aber drei Plätze mußte er trotzdem hergeben. Platz 11 war nicht das, was er sich vorgenommen hatte. Eventuell hat die "Maschine "in Lauf zwei bei seiner fulminanten Aufholjagt doch etwas Kräfte gelassen Aber der Blick geht nach vorn. Etwas versöhnlicher war dann wieder das Tagesergebnis, Platz 8 war ok und ging gleichzeitig einher mit einer Verbesserung auf Platz 11 in der Masters Gesamtwertung. Top! Ich würde sagen, Peter ist im Soll und ... er hat sich gezeigt!!! Wieder ein paar mehr Leute wissen jetzt, wer die # 470 ist. Grins :-) Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es nun am letzten Maiwochenende in den Talkessel von Teutschenthal zum ersten diesjährigen WM Lauf für uns. Davon dann beim nächsten Mal. beste Grüße an alle von Winny aus Berlin